Rutschung Weissenberge
Die aktive Rutschung bei den Weissenbergen ob Matt hat das Landschaftsbild der Region in der Vergangenheit bereits mehrmals verändert und kraftvolle Arbeitseinsätze für die Erneuerung und Sicherung der querenden Wege und Strassenabschnitte gefordert.
Wer genau hinschaut kann die Rutschung im Gelände erkennen (siehe illustriertes Foto). Der oberer Rand verläuft auf der Höhe von Hüsliberg auf ca. 1'500 m.ü.M. Darunter folgen mehrere grosse, treppenartig abgestufte Geländeverflachungen. Im unteren Bereich der Rutschung sind die stufenartigen Absätze unterhalb Endi sehr auffallend. Bei diesen Stufen sind Ausprägungenn der „abgesackten“ Grossschollen innerhalb des Rutschkörpers.
Am unteren Rand der Rutschung „fliesst“ die Rutschung in den Krauchbach. Auch die Brücke, welche diesen am unteren Ende der Rutschung quert musste bereits erneuert werden (siehe Foto). Die Erosionskraft des Krauchbaches vermag mit dem laufenden Materialeintrag durch die Rutschung Schritt zu halten, andernfalls würde die Rutschfront an der linken Krauchtalseite anstossen.
Sämtliche Indizien auf die Existenz der Rutschung sind Nicht nur Strassen- und Wegschäden, sondern auch Langzeitschäden an Gebäuden, gerissene Abwasserleitung und verschobene Leitungsmasten zeugen davon. Am bekanntesten ist jedoch das „Schiefe Stübli“ des über 200 Jahre alten Restaurants Weissenberge, welches talseitig im Laufe der Zeit um über 20 cm abgesunken ist.
Da keine Verschiebungsmessungen vorliegen, werden die Rutschgeschwindigkeiten anhand der Spuren an der Terrainoberfläche abgeschätzt. Man geht davon aus, dass die Rutschung Weissenberge grundsätzlich eine geringe Intensität aufweist (<2 cm/Jahr).
Wer im Archiv der Weissenberge stöbert kann die "unendliche Geschichte" der gigantischen Rutschung nachlesen oder Sie geniessen eine Köstlichkeit im "Schiefen Stübli" der "Wirtschaft zum Weissenberg". Dieses befindet sich direkt an der Bergstation der Gondelbahn Matt-Weissenberge und gilt gleichzeitig als Ausgangspunkt für wunderschöne Wanderungen.
Wer das Rutschgebiet aus nächster Nähe betrachten will, folgt dem Wanderweg von der Tal- zur Bergstation. Dieser quert im unteren Teil bei Weid das Rutschgebiet.