Rutschung Braunwald

Das bewegte Dorf

Schon seit langem sind an verschiedenen Stellen im unteren Bereich der Terrasse von Braunwald Terrainbewegungen festgestellt worden. Deshalb wurden bereits in den 1930er Jahren Stützmauern erstellt und zahlreiche Entwässerungsstollen gebaut. Erst 1954 erkannte man, dass sich auch die höher gelegenen Teile der Terrasse verschieben. Heute ist die Terrasse von Braunwald als ein ca. 3-4 km2 grosses Rutschgebiet bekannt.


Das Rutschmaterial besteht aus einem Gemisch von zerrütteten Felspaketen, welche sich auf einer harten Grundmoräne und dem anstehenden Fels (Quartenschiefer) zu Tale bewegen. Langzeitmessungen ergaben Bewegungsgeschwindigkeiten von 5 bis 8 cm/Jahr, wobei von einem schubartigen Verhalten auszugehen ist, das offensichtlich von extremen Wassereinträgen abhängt.


Ein Bewegungsschub mit Rutschungen fand im November 1979 statt, wobei einzelne Murgänge fast bis zur Linth in Rüti vordrangen. In den folgenden Jahren wurden an einzelnen Punkten Bewegungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 cm proJahr gemessen. Da man eine Zerstörung von Strassen, Ferienhäusern und eines grossen Hotels befürchtete, wurde in den Jahren 1983-85 ein Entwässerungssystem erstellt, welches jedoch durch erneute Rutschungen beschädigt wurde.


1999 stürzten an der Terrassenkante von Braunwald mehrere kleine Lockergesteinspakete über die Felswand. Die Abbruchaktivität nahm in den folgenden Tagen stetig zu. Bis Ende Mai 1999 stürzten ca. 100'000 m3 über die Felswand.


Die gesamte Geschichte zu den langjährigen Sanierungsmassnahmen kann im Archiv von Geologie Braunwald nachgelesen werden oder man begibt sich auf eine geführte Exkursionen ins Rutschgebiet mit dem Geologen und Geoguide Mark Feldmann. Auch mit der Braunwaldbahn gelangt man nach der Durchfahrung des Tunnels in den Fussbereich der grossen Rutschmasse.

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