Rundwanderung Ober Lochegg mit Fridlispitz
Alpwege und Schrofenkletterei
Kulissenhaft steht der Wageten über dem Eingang des Niederurner Tals, mit zerfurchten Schrofen jäh aus dichtem Waldsaum emporragend. Bequemer lässt sich der auffällige Alpenrandberg aus dem Oberurner Tal erreichen, denn dort reichen die sanften Hänge der Lochegg-Alp fast bis zum Gipfelkamm. Der landschaftliche Perspektivwechsel des Lochegg-Übergangs und die abschließende Umrundung des Fridlispitz sind weitere Pluspunkte dieser Route.
In Oberurnen lautet die Ausschilderung »Lochegg«. Zunächst schraubt sich ein kurvenreiches Asphaltsträßchen an der Lehne der Bergli im Oberurner Tal empor. Herrliche Rückblicke zum Walensee mildern die Kehrenmonotonie. Ab Tschingel (1010 m) taucht die Route auf schlechtem Ziehweg in Weideland ein. Später flacht das Gelände ab, der Wald bleibt zurück und gibt die grünen Matten von Unter Lochegg frei. Aus diesem Idyll erklimmt die Route die nächste Hangstufe zum Kammrücken von Mittler Lochegg. Ein paar Schritte noch, dann öffnet sich beim Lochegg P. 1535 der Blick ins Schwändital. Zahm schaut rechter Hand der Wageten aus, zu dem ein schwach markierter, unbeschilderter Pfad abzweigt. Durch die Südostflanke geht es gegen die legföhrenbewachsene Krete empor und auf dieser links zum Gipfelgrat. Der erste Felsaufbau wird südseitig in einem Geröllfeld umgangen, dann wendet sich die Route rechts durch Latschen in die Rinne zwischen beiden Gipfelfelsen und erklimmt den höchsten Punkt in leichter Kletterei. Verblüffend weit reicht die Aussicht vom Gipfelkreuz (1755 m). Zurück am P. 1535 benutzt man südwärts (Ausschilderung Näfels) die Spur bis zum Waldrand, folgt dem verschlungenen Wurzelpfad durch die urwaldartige Südseite des Riseten und tritt an der Sunnenalp (1406 m) links auf den lohnenden Abstecher zum Fridlispitz. Wieder unten wählt man bei den Ferienhäusern von Gugger (1358 m) links den steilen Waldweg hinab nach Tschingel. Dort schließt sich der Kreis.
Weitere Infos
| Dauer | 6 Stunden 30 Minuten |