Die Sonne im Mürtschenloch

Faszinationen rund um den Mürtschenstock

Felsenlöcher sind mysthisch. Felsenlöcher sind von Geschichten umrankt.

Menschen sind seit jeher von Felsenlöchern fasziniert. Erst recht, wenn die Sonne durchscheint. Bisherweniger bekannt ist das Loch in der Stocklochwand im Mürtschenstockmassiv auf dem Kerenzerberg. Dieses Loch ist 11 Meter hoch, 15 Meter breit und gegen Norden abfallend. Zweimal im Jahr scheint die Sonne während jeweils vier Tagen durch das Felsloch: Für die Bergbewohner jedes Mal ein magisches Ereignis. Im Herbst wird das grosse Dunkel angekündigt, im Frühling das Erwachen aus dem Winterschlaf. In Mühlehorn lässt die Sonne jeweils im November und Februar sogar die goldene Kugel des Kirchturms aufleuchten. Ein stilles Naturspektakel, nicht nur für Hobbyfotografen.

Die auf das Sonnenereignis am Mürtschenstock

DIE SAGE

Ufem Hag, zwüschet dr Alp Säls und dr Alp Laubegg ob Quintä, isch es zimmli ebä. Hät döt derä Löcher. Das vorderscht isch glaubi nur öppän ä Meter täuf und di andere dröü, vieri ächly töüfer. Und dänn hinde dra isch äis gsii, ä mächtigä Chäib, das isch ganz abi ggangä. Dänn händ si gsäit, da usä seig früener ämaal ä Trach gsprungä und i Mürtschä hinderi gflogä. Der Chäib haig e söttigä Schuss ggä und sei ä söttigä Trach gsii, der hät döt gad dr Bärg   durschlagä und hät gad äs Loch gmacht im Mürtschä änä. Uf em Hag gsiet mä säb Loch im Mürtschä, mä gsiet dur ä Bärg duri wänn mä döt obä isch.


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