Bedrohung am Kilchenstock

Die Runsen am Kilchenstock
Die Runsen am Kilchenstock
...die Geschichte von der (noch) nicht eingetretenen Katastrophe

Im Herbst 1930 drohte über der Gemeinde Linthal eine grosse Masse Fels vom Kilchenstock (1800 m) abzubrechen. Durch Abholzung und sich tief in die Flanken erodierende Runsen wurde das Problem der instabilen Hänge bereits im 19. Jahrhundert verschärft. Es fielen Steine auf das Kirchendach, worauf das Kirchenschiff abgerissen wurde. Die Lokalbevölkerung sah die Situation trotzdem nicht als gravierend an. Noch im Jahre 1928 lieferte Da Hans Schardt, Professor für Geologie am Polytechnikum Zürich, ein beruhigendes Gutachten lieferte, welches ein allmähliches Abbröckeln des Berges als wahrscheinlich bezeichnete, sah die Lokalbevölkerung die Situation nicht als bedrohlich an.

Doch um 1929 machte der Kilchenstock mit seiner Instabilität auf sich aufmerksam, als ein feuchter Sommer mit starken Niederschlägen immer wieder Steinschläge und Murgänge auslöste, die bis hinunter ins Dorf gelangten und starke Schäden anrichteten.

Am 15. November 1930 schickte Albert Heim ein Telegramm an den Landammann des Kantons Glarus: "Absturz scheint nahe. Empfehle Anordnung zu Räumung und Flucht", da er erkannte dass in der Gipfelzone des Berges eine gewaltige Felsmasse von ca. 100'000 m3 mit einer Geschwindigkeit von einem Zentimeter pro Tag zu Tal rutschte.

Eifrig wurde an einem Schutzwall gebaut, der das Geschiebe vom Dorf fernhalten sollte und 513 Menschen wurden evakuiert, wodurch viele Familien in Not gerieten.

Als der grosse Bergsturz ausblieb hagelte es harsche Kritik an Albert Heim, dem grosse Pionier der Schweizer Geologie, woraufhin er sagte:

"Warnt er nicht kräftig und es kommt ein Sturz unverhofft, so wird er beschuldigt. Warnt er sehr kräftig, so kann eine Panik entstehen. Und wenn es dann wieder etwas stille steht, so wird der Geologe, der Angst gemacht hat, furchtbar verdammt und beschuldigt, vielleicht sogar gerichtlich,"

In der Nacht vom 6. November 1932, stürzten ca. 20'000m3 Fels zu Tal, woraufhin sich der Berg jedoch wieder beruhigte.

Die grosse Katastrophe ist bis heute ausgeblieben, doch ereignen sich am Kilchenstock immer wieder kleine Felsstürze oder Murgänge, ausgelöst durch die etwa 10 Runsen in der Gipfelregion, welche bei starkem Regen viel Geschiebe bringen.

Um die Gefahr am Kilchenstock einzudämmen, wurden bereits Massnahmen realisiert, unter anderem der Bau eines ein Geschiebe-Rückhalteraums, der 10'000 m3 Geschiebe fasst. Da er durch Murgänge nach und nach gefüllt wird, muss er alle fünf bis zehn Jahre geleert werden.

(Quelle: geo-life)

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Nachdem das Kirchendach bei einem einstigen Felssturzereignis abgerissen wurde, ist heute nur noch der Turm der Kirche am Fusse des Kilchenstocks erhalten in Linthal am Kilchenstock ist gilt als Mahnmal eine sehemaligen Felssturzereignisses, bei dem das das
Nachdem das Kirchendach bei einem einstigen Felssturzereignis abgerissen wurde, ist heute nur noch der Turm der Kirche am Fusse des Kilchenstocks erhalten in Linthal am Kilchenstock ist gilt als Mahnmal eine sehemaligen Felssturzereignisses, bei dem das das
mit Geschiebe gefüllte Runse am Kilchenstock
mit Geschiebe gefüllte Runse am Kilchenstock
Modernste Technik am Kilchenstock: Mit 5 autarken, solarbetriebenen Einfrequenz-GNSS-Stationen werden die Bewegungsgeschwindigkeiten und -richtungen am Kilchenstock langfristig überwacht
Modernste Technik am Kilchenstock: Mit 5 autarken, solarbetriebenen Einfrequenz-GNSS-Stationen werden die Bewegungsgeschwindigkeiten und -richtungen am Kilchenstock langfristig überwacht

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