Der Bergsturz im Klöntal
Vor mehreren tausend Jahren lösten sich im Klöntal zwischen Dejenstock und Gumenstock 77 Mio. Kubikmeter Fels. Dieses Volumen entspricht einem Würfel mit annähernd einem Kilometer Seitenlänge.
Der Teil der Bergsturzmasse der am Fusse des Dejenstocks liegen blieb bildete einen Riegel (heute bekannt als der bewaldete Sackberg), welcher damals zur Aufstauung des Klöntalersees führte. Aufgrund der im Sackberg eingeschnittenen Erosionsterrassen, vermutete der Schweizer geologe J. Oberholzer, dass der Seepiegel früher noch um 60m höher lag und der Klöntalersee einst eine länge von 7km aufwies.
Heute gehört der Klöntalersee mit 3,3 Quadratkilometern Oberfläche eher zu den kleineren Stauseen der Schweiz. Dafür ist er der älteste Speichersee, da er bereits seit 1908 für die Stromgewinnung genutzt wird.
Mit seiner meist spiegelglatten Oberfläche in der sich die umliegenden Gipfel der Berge spiegeln, gehört er nicht nur zu den bedeutesten Bergsturzseen sondern auch zu einem der schönsten Stauseen der Schweiz.
Auch wenn das Baden im Stausee verboten ist, lohnt sich die Reise ins Klöntal um die wunderschöne Landschaft zu bewundern.